Eigene Abfallberaterin soll für mehr Sensibilität bei Abfalltrennung sorgen

Der Abfallwirtschaftsverband Villach – er betreut in 26 Gemeinden rund 150.000 KärntnerInnen- intensiviert seine Aufklärungs- und Informationsarbeit rund um Abfall und dessen Vermeidung. Zu diesem Zweck wurde erstmals eine eigene Abfallberaterin angestellt. Ramona Sterbenz nimmt die Funktion ein, sie ist aus rund 50 BewerberInnen als Erstgereihte hervorgegangen.

Ihre Aufgabe wird es sein, Menschen bei so wichtigen Themen wie Abfallvermeidung, effiziente Abfalltrennung, Recycling oder Ressourcenschonung beratend zur Seite zu stehen und die Akzeptanz dieser Bereiche zu erhöhen. Dadurch sollen die vorhandenen Sammel- und Verwertungsstrukturen besser genutzt und die Anzahl von falscher Abfallentsorgung (sogenannte Fehlwürfe) reduziert werden.

Sterbenz ist ausgebildete Pädagogin und war auch in der Erwachsenenbildung tätig. Ihre Arbeit wird mehrere Bereiche umfassen: Schwerpunktmäßig wird sie sich um Abfall-Aufklärung in Schulen kümmern. Denn Umfragen zeigen, dass vor allem Kinder und Jugendliche mit dem Thema „sinnvoller Umgang mit Abfällen“ besser vertraut gemacht werden müssen. Die Inhalte werden spielerisch und oft in Kombination mit Bewegungselementen vermittelt.

Weiters steht Erwachsenenbildung im Fokus, nicht zuletzt mit Lehrerinnen, die ihrerseits wieder als MultiplikatorInnen wirken können.

Und auch die Beratung im Bereich von Wohnanlagen soll verstärkt werden. Hier sollen regelmäßige Abfallberatungen stattfinden.

„Die Sensibilität vieler Menschen für Abfallthemen hat sich zuletzt deutlich erhöht“, sagt Ramona Sterbenz. „Nun gilt es, die Menschen mit Beratung auf ihrem Weg zu begleiten. Es ist eine intensive, aber lohnende Arbeit – für den Einzelnen und für unseren Lebensraum insgesamt.“

Obmann des Abfallwirtschaftsverbandes Villach ist Bürgermeister Günther Albel. Er hält die erfolgte Installation einer hauptberuflichen Abfallberaterin für einen wichtigen Schritt: „Die Zeiten ändern sich, Abfallthemen rücken ins Zentrum des Interesses der Menschen. Da müssen wir mit Expertise unterstützend eingreifen. Schließlich gilt es, unseren Lebensraum maximal zu schützen.“

 

Info

Der Abfallwirtschaftsverband Villach besteht seit rund 20 Jahren. Er ist einer von sechs Verbänden in Kärnten und besteht aus 26 Gemeinden aus den Bezirken Villach, Villach-Land, Feldkirchen und Hermagor. In Summe betreut er rund 150.000 KärntnerInnen.

Der AWV Villach ist zuständig für die Verwertung des Haus- und Sperrmülls, für Altstoffe und Beratung. Bisher fand die Beratung auf Ebene der Gemeinden statt. Diese Beratungsmöglichkeiten bleiben weiterhin bestehen, die neue Abfallberaterin ist eine zusätzliche Serviceleistung.